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Autobiographisches

Obwohl ich 1959 in Wissen an der Sieg geboren wurde und meine Mutter - eine gebürtige Mockenhaupt - einem „Stamm“ angehörte, der wohl schon seit Jahrhunderten in Westerwald und Siegerland ansässig ist, würde ich mich nicht als waschechte Westerwälderin bezeichnen. Zum einen, da mein Vater ein Westfale mit schlesischen Wurzeln war, dessen Namen ich übrigens immer noch mit Stolz trage, zum anderen, da ich schon seit über 30 Jahren im Rheinland lebe: zunächst in Bonn, später in Königswinter und Rhöndorf. Seit 1999 wohne ich mit meinem Mann in Linz am Rhein.

SES: mein Job!

Seit 2004 arbeite ich als Projektassistentin beim Senior Experten Service (SES), einer Stiftung der deutschen Wirtschaft für internationale Zusammenarbeit, die ehrenamtliche Fachkräfte in die ganze Welt entsendet. Als Mitarbeiterin im Team Afrika schätze ich vor allem den Blick über den Tellerrand, den Kontakt zu Menschen in allen Teilen dieses wunderbaren Kontinents und lese mit Vergnügen die Berichte unserer ehrenamtlichen Experten: erfahrene und hochqualifizierte Seniorinnen und Senioren, aber auch berufstätige Menschen, die ihren Urlaub oder eine berufliche Auszeit nutzen, um sich als freiwillige Helfer in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Osteuropa zu engagieren. Eine tolle Sache! Aber auch jede Menge Arbeit, nicht nur für unsere Expertinnen und Experten, sondern auch für das gesamte „Bodenpersonal“, das für den reibungslosen Ablauf der Auslands-Einsätze verantwortlich ist. Nebenbei noch kreativ zu schreiben erfordert viel Hingabe.

Bonn - die richtige Entscheidung!

Als Wirtschaftskorrespondentin (Berlitz) und Fremdsprachen-Korrespondentin (IHK) für Englisch und Französisch habe ich 1984 wohl die richtige Entscheidung getroffen, als ich mich zunächst in Bonn niederließ, wo ich bereits einige Semester studiert und meine Ausbildung absolviert hatte. Nach einem mehrjährigen Korsika-Aufenthalt fand ich in der damaligen Bundeshauptstadt sofort eine unbefristete Stelle bei einem Bundesverband, der sich u. a. mit Bildungsarbeit, Agrarpolitik und Ökologie beschäftigte, aber auch im internationalen Bereich tätig war. Damals schrieb ich meine ersten Gedichte, von denen einige in den internen Publikationen des Vereins veröffentlicht wurden. Angespornt durch diese kleinen Erfolge, begann ich Ende der 80er Jahre Gedichte und Geschichten zu schreiben, die jedoch allesamt in der Schublade blieben. Ausgelöst durch eine persönliche Krise, beschäftigte ich mich in den 90er Jahren intensiv mit Religion, Psychologie und alternativen Heilmethoden. 2002 veröffentlichte ich mein Buch mit dem Titel „Pechmarie wird Goldmarie“, eine romanhaft geschriebene Märchendeutung, in die ich meine neuen Erkenntnisse einfließen ließ.

BoD – meine Chance!

Nachdem ich mich vor einigen Jahren dazu entschlossen hatte, meine Arbeitszeit zu reduzieren, nutzte ich die gewonnene Freizeit, um meine Gedichte und Geschichten zu sichten und zu überarbeiten. Vor allem in meine Korsika-Geschichten steckte ich viel Zeit und Energie, da sie mir besonders am Herzen lagen. Ich zeigte sie diversen Personen, deren fachkundige Meinung ich schätzte und ließ mich dazu bewegen, die besten Titel in einem Buch zu veröffentlichen. Anfang 2014 war es endlich soweit: Mein Buch mit dem Titel „Ende der Saison – Korsika-Geschichten“ wurde von BoD für den Druck freigegeben und kann seit Anfang Februar 2014 im Buchhandel bezogen werden. 2016 folgte mein Märchenbuch „Der Rabe mit dem goldenen Schnabel“ und 2017 der Gedicht- und Bildband „Sinn-Bilder – Lyrik trifft Linol“ mit Linoldrucken von Dietmar Schumacher.

Gedichte und Geschichten– mein Erbe!

Sicher habe ich es meinen schlesischen Wurzeln zu verdanken, dass mir das Reimen im Blut liegt. Einer meiner Vorfahren, genauer gesagt mein Urgroßvater, ist bis heute in der Familie für seine Reimkünste bekannt, die ihm den Spitznamen „Reimler-Haake“ (Haake war der Familienname) einbrachten. Und meine schlesischen Großeltern, die ich leider nicht kennengelernt habe, sollen angeblich noch die alte Kunst des Bänkelsangs gepflegt haben. Leider wurden keine Lieder von ihnen überliefert. Auch mein Vater erzählte uns Kindern selbst ausgedachte Geschichten, die wir leider nicht schriftlich festgehalten haben. Vielleicht, weil wir in ihm, obwohl er von Beruf Bergmann und Stahlarbeiter gewesen war, vor allem den Musiker gesehen haben, denn er spielte ausgezeichnet Gitarre und hatte eine wunderschöne Tenorstimme.

Was mich betrifft, so entdeckte ich meine jugendliche Leidenschaft fürs Gedichteschreiben erst nach meinem letzten Korsika-Urlaub im September 2015 wieder. Ich schrieb wochenlang fast täglich neue Gedichte und kurze Texte, inspiriert nicht nur von der Schönheit Korsikas, sondern auch von den schrecklichen Ereignissen, die 2015 die ganze Welt erschütterten. Im November hatte ich dann zufällig die Gelegenheit, anlässlich einer „Jam-Session“ im Atelier der Linzer Künstlerin Sarah Görden, die Resultate dieses kreativen Schubs einem kleinen, aber feinen Publikum vorzustellen. Die Reaktionen machten mir Mut, meine Gedichte zu veröffentlichen. Danke dir, Reimler-Haake !!!

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