Manuela Lowak

 

„Unverständlich ist nicht nur dein Schweigen,

in Anbetracht der tausend Fragen,

die noch im Weltraum stehen.

Unbegreiflich ist auch dein Wort,

dessen Klang ein ganzes Universum schuf,

ohne in der Welt Gehör zu finden.“


Herzlich Willkommen!

Dass ich Sie an dieser Stelle mit einer Strophe eines meiner Gedichte begrüße, ist kein Zufall.

Bei meinem neuen Buch handelt es sich um einen Gedichtband, oder besser gesagt, um einen Gedicht- und Bildband, den ich zusammen mit dem passionierten Linolschneider Dietmar Schumacher veröffentlicht habe. Titel : SINN-BILDER Lyrik trifft Linol

Gedichte wie auch Bilder nehmen Stellung zu zeitkritischen Fragen wie Flucht, Menschenwürde, Populismus und Umweltzerstörung, aber auch zu den „ewigen“ Themen wie Glaube, Hoffnung, Liebe, Freundschaft und Schönheit der Natur. Nahezu jedem der 37 Gedichte steht ein koloriertes Linolbild gegenüber, und obwohl Lyrik und Linolschnitte größtenteils unabhängig voneinander entstanden sind, scheinen sie Bezug aufeinander zu nehmen. Die Bilder von Dietmar Schumacher sind jedoch nicht als Illustrationen der Gedichte zu verstehen, wie auch die Gedichte nicht als Interpretationen der Bilder gedacht sind. Vielmehr bleiben beide Ausdrucksformen gleichberechtigt nebeneinander stehen und sprechen für sich.

SINN-BILDER - Lyrik trifft Linol
Mit Linoldrucken von Dietmar Schumacher
Ein Gedicht- und Bildband mit 36 Linoldrucken,
Preis: € 21,90

2017, BoD - Books on Demand, 88 Seiten,
davon 33 farbig

15,5 x 22 cm, Hardcover, Brillantdruck
ISBN 9 783743 196315
Das Buch kann versandkostenfrei bei BoD bezogen werden.

Sicher möchten Sie wissen, wie es zu dieser spannenden Kooperation gekommen ist. Ich begegnete Dietmar Schumacher zum ersten Mal im März 2016 auf der Gemeinschaftsausstellung „Schneiden und Schlagen“ im Kulturhaus Hamm an der Sieg, wo er zusammen mit Friedhelm Zöllner (Skulpturen) seine kolorierten Linoldrucke präsentierte. Sowohl die archaische Symbolik seiner abstrakten Bilder wie auch die naiv anmutenden Landschaftsbilder sprachen mich sofort an. Ganz besonders berührten mich jedoch die Arbeiten, die er selbst als „kritische Bilder“ bezeichnet. Mir fiel sofort auf, dass es offenbar dieselben Fragen und Themen waren, die ihn zum Schneiden seiner Linolbilder inspirierten wie mich zum Schreiben meiner Gedichte und Texte. Ich entdeckte nicht nur Gemeinsamkeiten in der Verarbeitung aktueller, gesellschaftspolitischer Ereignisse, sondern auch in der Umsetzung philosophischer Betrachtungen und spiritueller Motive. Einige seiner Bilder trugen sogar dieselben oder ähnliche Titel wie meine Gedichte.

Das farbenfrohe, schelmisch anmutende Bild mit dem Titel „Hoffnung“ faszinierte mich ganz besonders, da es den ambivalenten Charakter der Hoffnung offenbart. Ich hatte kurz zuvor ein Gedicht geschrieben, das genau diesen Aspekt der Hoffnung kritisch beleuchtet. Sollte ich Herrn Schumacher darauf ansprechen? Zu dieser Zeit trug ich mich schon länger mit dem Gedanken, meine Gedichte zu veröffentlichen, möglichst mit passenden Illustrationen. Leider hatte ich noch keine zündende Idee, wie und mit wem ich dieses Projekt realisieren könnte.

Wie würde der Künstler reagieren, wenn er von einer fremden Person auf ein gemeinsames Projekt angesprochen wurde? Ich kannte Herrn Schumacher nicht, wusste rein gar nichts von ihm, weder, dass er Schulleiter der Gesamtschule in Hamm an der Sieg gewesen war, noch, dass er in meiner Heimatstatt Wissen wohnte, und zwar unweit der Straße, in der ich aufgewachsen bin. All das erfuhr ich erst später. Zunächst wagte ich es nur, ihn auf das Bild „Hoffnung“ anzusprechen und von meinem Märchenbuch „Der Rabe mit dem goldenen Schnabel“ zu erzählen, und so kamen wir ins Gespräch …

Inzwischen stehen wir in regem E-Mail-Kontakt und philosophieren über Gott und die Welt. Es hat sich bestätigt, was ich sofort in seinen Bildern erkannt hatte: Uns bewegen dieselben Fragen, die jeder auf seine Weise kreativ „verarbeitet“. Es ist daher nicht erstaunlich, dass ich jedem meiner Gedichte eines seiner Bilder zuordnen konnte. Für meine Korsika-Gedichte und für das Gedicht „Wintersonne“ musste Herr Schumacher allerdings eigens „zum Messer greifen“, um passende Bilder zu schneiden und zu kolorieren, was ihm hervorragend gelungen ist. In unserem Gedichtband und auf seiner Homepage können Sie sich selbst davon überzeugen

www.atelier-nebenan.de

Manuela Lowak

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